«KULT.KINO CAMERA BASEL»

DO 18.10.2018, 19:00

«AUBE APÉRO»

mit dem Verein help for refugees Basel

Eröffnungskonzert des Cantabile Chors

 

ERÖFFNUNGSFILM, 20:00

«PATH OF MARYAM»

Atea Al Daradji, 77’, Irak, 2016

Eröffnungsfilm Der Eröffnungsfilm des Festivals ist die filmische Pilgerfahrt von Atea Al Daradji. In seinem Werk zeichnet der irakische Filmemacher durch die Pilgerfahrt nach Kerbala im Irak den gesellschaftlichen Kontext des Landes nach und bietet gleichzeitig eine Grundlage, um die heutige Situation in der Region zu verstehen.

Daradji ist bekannt für seine poetischen Filme, die sich auf politische Angelegenheiten im Nahen Osten und ihre Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehungen konzentrieren.

Der verstörte Vater Essa, selbst christlichen Glaubens, pilgert mit seiner Tochter Maryam von Basra zur heiligen Stadt Kerbala auf der Suche nach einem Wunder, das seine Tochter heilen wird. In den leeren Landschaften begegnen sich, manchmal im Dunkeln, manchmal im Regen, immer zu Fuss und dezidiert in Trauer, Hunderte von Pilgern, die alle denselben Wunsch in sich tragen. Ein beeindruckender Marsch mitten durchs Leben im Irak mit all seinen Gesichtern.

Atea Al Daradji ist Filmemacher und Gründer des Iraq Al Rafidain Company für Filmproduktion. Er nahm an mehr als 50 internationalen Festivals teil und gewann 18 Auszeichnungen.

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VORFILM

«SHE DRIVES»

Unternehmen Nissan, 4’, Saudi Arabien, 2018

Im vergangenen September überraschte Saudi-Arabien alle, indem es das Frauenfahrverbot aufhob – ein historisches Urteil, das bis Juni 2018 in Kraft treten wird. Nissan Middle East lud einige Frauen zu einer Fahrstunde ein, aber nicht irgendeine Fahrstunde, sondern eine, in der sie von genau den Leuten unterrichtet wurden, von denen sie dachten, dass sie ihr Autofahren missbilligen würden: ihre Väter, Brüder und Ehemänner.

 

FR 19.10.2018, 16:15

«WITHERED GREEN»

Mohammed Hammad, 73’, Ägypten, 2016

Zwei Frauen im Würgegriff einer patriarchalen Familie; Iman versucht ihren Onkel zu überzeugen, anstelle ihres verstorbenen Vaters für die Verlobung ihrer jüngeren Schwester zu bürgen. Eine schockierende Entdeckung veranlasst sie jedoch, die Traditionen aufzugeben, an denen sie bislang festgehalten hat.

Mohammed Hammad studierte Kommunikationswissenschaften an der Helwan-Universität in Kairo und dreht Kurz- und Dokumentarfilme.

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FR 19.10.2018, 18:00

«EL JAIDA»

Selma Baccar, 110’, 2017, Tunesien

In Anwesenheit der Regisseurin

El Jaida begleitet acht Monate vor der Unabhängigkeit Tunesiens (1954/55) vier Frauen im Frauengefängnis Dar Joued, die dazu verurteilt wurden, unter der Autorität der Gefängniswärter zusammenzuleben. Abgeschnitten von der Welt teilen sie ihre Erinnerungen an die Aussenwelt: die Freude und die Trauer. Das Zusammenleben in El Jaida wird ihre neue Zukunft.

Selma Baccar ist Regisseurin von vier Spielfilmen, mehreren Dokumentarfilmen und TV-Serien. 1989 gründete sie die erste tunesische Firma, die von einer Frau geleitet wurde.

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FR 19.10.2018, 20:30

«UNTIL THE END OF TIME»

Yasmine Chouikh, 90’, 2016, Algerien

In Anwesenheit der Regisseurin

Auf dem Friedhof in Sidi Boulekbour trifft Ali, der Totengräber, auf die sechzigjährige Joher, die das Grab ihrer Schwester besucht. Der Friedhof wird zum Schauplatz einer platonischen Liebesgeschichte und bringt Leben an den Ort des Todes. In ihrem ersten Spielfilm zeigt Chouikh ein anderes Bild von Algerien. In einem Dorf weit weg vom Leben in der Zivilisation mit all seinen alltäglichen Sorgen & Fragen erfüllen liebevolle Menschen ihr Leben mit Humor und Liebe.

Yasmine Chouikh ist Filmemacherin und Schauspielerin und war Leiterin des Kurzfilmfestivals Taghit in Algerien. Sie gehört zu der jungen Filmszene in Algerien, die sich mit den innergesellschaftlichen Themen auseinandersetzt.

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SA 20.10.2018, 13:00

«PANOPTIC»

Rana Eid, 71’, Libanon, 2017

Panoptic ist der Brief einer Tochter an ihren verstorbenen Vater und der Versuch, sich mit der turbulenten Vergangenheit des Landes auszusöhnen. Eid untersucht anhand von Tönen, ikonischen Monumenten und geheimen Verstecken die Paradoxe ihrer Gesellschaft.

Rana Eid ist Filmemacherin und Sounddesignerin. In ihren Filmen lässt sie durch Klänge und Töne aus dem Alltag eine eigene magische Welt entstehen.

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SA 20.10.2018, 14:30

«ONLY MEN GO TO THE GRAVE»

Abdulla Al Kaabi, 80’, 2016, Iran

Eine blinde Mutter versucht vor ihrem Tod, ihre Töchter in ihr Geheimnis einzuweihen. Doch während ihrer Erzählung stirbt sie unvermittelt. Die Beerdigung wird zum Schauplatz der Enthüllung des Geheimnisses der Mutter.

Abdulla Al Kaabi studierte in Dubai und arbeitet als Fernsehmoderator, Schauspieler und Regisseur.

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SA 20.10.2018, 16:00

«POISONOUS ROSES»

Ahmed Fawzi Saleh, 70’, Ägypten, 2017

In Anwesenheit des Regisseurs

Taheya arbeitet als Putzfrau inmitten eines verarmten Gerberviertel in Kairo und lebt mit ihrem Bruder Sagr. Die Enge des Viertels, das Gift von Abwasser und Farben sowie die schwere körperliche Arbeit zwingen Sagr wegzugehen. In seinem Debutfilm zeigt Saleh mit ruhigen Bildern und schweigenden Figuren ein anderes Gesicht von der Millionen Stadt Kairo. Ein beeindruckendes Porträt über die aktuelle Situation in Ägypten.

Ahmed Fawzi Saleh studierte Geschichte an der Suez-Kanal-Universität und am High Cinema Institut. Er nahm an mehreren Dokumentationen als Drehbuchautor und Forscher teil.

Das anschliessende Gespräch mit Ahmed Fawzi Saleh wird von Ayten Mutlu Saray geführt.

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SA 20.10.2018, 18:00

«SMALL PLEASURES»

Mohamed Chrif Tribak, 90’, Marokko, 2016

In Anwesenheit des Regisseurs

Small Pleasures erzählt eine intime Geschichte von zwei Mädchen, die kurz vor dem Erwachsenwerden stehen. Der Film versetzt uns in eine andere Zeit, mit ihren geschmückten Innenhöfen, farbigen Kostümen, der Musik Marokkos und zeigt uns die lebhafte und farbenfrohe Frauenwelt des Landes.

Mohamed Chrif Tribak absolvierte die Ausbildung an der Ciné-Clubs Marokko und FEMIS in Paris. Er hat mehrere Kurzfilme und TV-Beiträge produziert.

Das anschliessende Gespräch mit Mohamed Chrif Tribak wird von Basler Filmemacher Frank Matter geführt.

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SA 20.10.2018, 20:30

«THE DARK WIND»

Hussein Hassan, 90’, Irak, 2016

In Anwesenheit des Regisseurs

Liebe in Zeiten des Krieges: Das junge jesidische Liebespaar Reko und Pero wird getrennt, als der Islamische Staat ihr Dorf angreift. Pero wird auf dem Sklavenmarkt verkauft, Reko begibt sich auf die Suche nach seiner Verlobten und findet sie schliesslich in Syrien, doch die Rückkehr in die eigene Welt fällt ihr schwer. Hussein Hassan berichtet anhand einer Liebesgeschichte über die dramatischen Erlebnisse der jesidischen Gemeinschaft im Nahen Osten. Dadurch wird gezeigt, wie viele Akteure in diesem unaufhörlichen Krieg involviert sind und wie viele unschuldige Menschen dafür bezahlen müssen.

Hussein Hassan ist ein kurdischer Filmemacher, Autor und Schauspieler. Seine Filme wurden an der Berlinale und am Toronto Filmfestival gezeigt.

Das anschliessend Gespräch mit Hussein Hassan wird von Basler Filmemacher Frank Matter geführt.

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SO 21.10.2018, 13:00

«ERFORSCHUNG DES PARADIESES»

Merzak Allouache, 135’, Algerien, 2017

Der Film begleitet die Journalistin Nedjma und ihren Kollegen Mustapha, die eine Recherche über salafistische Prediger und die Wirkung ihrer Ideen in der algerischen Gesellschaft machen. Die fiktive Rahmenhandlung wird kombiniert mit dokumentarischen Szenen.

Merzak Allouache ist einer der bekanntesten algerischen Filmemacher. Bereits mit seinem Debütfilm Omar Gatlato bewegte er sich thematisch zwischen Frankreich und Algerien. Seine Filme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert.

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SO 21.10.2018, 15:30

«ISIS WOMEN UNVEILED»

Joanna Potts, 51’, England, 2017

Eine verdeckte Untersuchung dringt in die geheime Welt der Frauen in Grossbritannien ein, die den IS unterstützen, den Jihad glorifizieren und Botschaften von Hass, Segregation und Extremismus predigen.

Joanna Potts ist Filmemacherin und Produzentin und realisierte zahlreiche Dokumentarfilme zum Thema Menschenrechte.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet das Podiumsgespräch mit Dr. Kata Moser (Forscherin am Institut für Islamwissenschaft und Neuere Orientalische Philologie der Universität Bern), Janina Rashidi (Islamischer Zentralrat Schweiz), Jasmin Jasmina El-Sonbati (Aktivistin für einen liberalen Islam und Gründerin der Initiative „Offene Moschee Schweiz“) und Mirsada Voser (Präsidentin des Frauenvereins „IslafemmeBasel“) zum Thema Frauen und Islam, dem Umgang mit Radikalisierung und den Möglichkeiten zur Stärkung des Zusammenhalts von muslimischen und nicht-muslimischen Gemeinschaften statt.

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SO 21.10.2018, 17:30

«OBSCURE»

Soudade Kaadan, 75’, Syiren, 2017

In Anwesenheit der Regisseurin

Der traumatisierte sechsjährige Ahmad möchte vergessen, dass er Syrer ist und bevorzugt, zu schweigen. Kaadan nähert sich dem Jungen und zeichnet auf, wie er seine kindliche Leichtigkeit trotz seiner Trauer zurückgewinnt.  Subtil aber entschlossen folgt Kaadan einem schweigenden Kind aus Syrien, das nicht mehr weiss oder wissen will, woher es kommt. Anhand des Schicksals des jungen Ahmad führt uns Kaadan vor Augen, was alle Syrer sich wünschen: den Krieg Vergessen.

Soudade Kaadan studierte Theater am Institute of Dramatic Arts in Syrien und Filmemachen an der Universität Saint Joseph in Libanon. Sie realisierte mehrere Dokumentarfilme für Al Jazeera.

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SO 21.10.2018, 19:30

«LIVE PERFORMANCE»

Astragalo – compagnia

«DERIVA» ist ein Work in Progress von Astragalo mit Ivana Di Salvo, Ursina Natalia Früh, Dominique LüdiTassos Tataroglou.

Astragalo tritt in einen poetischen Dialog mit dem realen Universum des Films Counting Tiles. Drei Frauen, zwei Länder – eine Familie, die durch Migration zersplittert ist. Die einen sind gegangen, die anderen geblieben, wodurch die Figuren zu Containern von Emotionen und Sehnsüchten werden.

 

FILM CLOTURE, 20:00

«COUNTING TILES»

Cynthia Choucair, 90’, 2018, Libanon

Die griechische Insel Lesbos wird von Flüchtlingen überflutet. Es ist ein idealer Ort für Clowns ohne Grenzen, eine Organisation, die Flüchtlinge mit Humor und Fröhlichkeit als Gegenmittel zu Angst und Misstrauen willkommen heisst.

Cynthia Choucair floh mit ihren Eltern vom Libanon nach Griechenland. Heute arbeitet sie als Redakteurin und Produzentin für zahlreiche Kurz- und Dokumentarfilme.

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«KINO SPUTNIK, LIESTAL»

DO 25.10.2018, 18:00

«IN THE LAST DAYS OF  THE CITY»

Tamer Al Said, 120’, Ägypten, 2017

Der Film ist ein Requiem der Zeit vor dem Volksaufstand 2011. Freundschaft, Liebe und Abschied mit den Nahestehenden mischen sich in die unwiderruflichen Veränderungen der Stadt Kairo, die vier Freunde aus Berlin, Bagdad und Beirut zusammenbringt.

Tamer Al Said schrieb, produzierte und inszenierte zahlreiche Filme, darunter Take Me (2004), eine preisgekrönte Dokumentation über fünf Freunde, die politische Gefangene in Marokko waren.

 

DO 25.10. 2018, 20:30

«VISITING OURS»

Rachida Brakni, 82’, Frankreich, 2018

Einmal im Monat machen sich verschiedene Frauen auf den Weg zum Gefängnis ausserhalb von Paris, um dort ihre Ehemänner, Väter, Söhne oder Brüder zu besuchen. Während sie in der Hitze aufgrund der vielen Sicherheitskontrollen warten müssen, werden Banden geknüpft und Spannungen entstehen.

Rachida Brakni ist neben ihren filmischen Tätigkeiten auch Schauspielerin. Sie gewann den César als «Beste Nachwuchsdarstellerin» in Frankreich.

 

«KULTURFORUM LAUFEN»

DO 25.10.2018, 20:30

«A MODEST RECEPTION»

Mani Haghighi, 102’, Iran, 2012

Ein seltsames Paar kurvt in einem Geländewagen, dessen Kofferraum mit Plastiktüten voller Geld gefüllt ist, durch eine abgelegene Gegend. Dieses Geld wollen sie an Menschen in den Bergen verteilen, die von Bombenangriffen heimgesucht wurden. Doch die Menschen trauen ihren scheinbaren Wohltätern nicht. Sie demütigen sie und treiben Spiele mit ihnen, bis sie zu weit gehen und aus einem zynischen Spiel bitterer Ernst wird.

Mani Haghighi ist Theather- und Filmregisseur, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Kanada. Sein Film Modest Reception feierte seine Weltpremiere auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin.

 

«MARABU GELTERKINDEN»

FR 26.10.2018, 20:15

«THE DARK WIND»

Hussein Hassan, 90’, Irak, 2016

Liebe in Zeiten des Krieges: Das junge jesidische Liebespaar Reko und Pero wird getrennt, als der Islamische Staat ihr Dorf angreift. Pero wird auf dem Sklavenmarkt verkauft, Reko begibt sich auf die Suche nach seiner Verlobten und findet sie schliesslich in Syrien, doch die Rückkehr in die eigene Welt fällt ihr schwer. Hussein Hassan berichtet anhand einer Liebesgeschichte über die dramatischen Erlebnisse der jesidischen Gemeinschaft im Nahen Osten. Dadurch wird gezeigt, wie viele Akteure in diesem unaufhörlichen Krieg involviert sind und wie viele unschuldige Menschen dafür bezahlen müssen.

Hussein Hassan ist ein kurdischer Filmemacher, Autor und Schauspieler. Seine Filme wurden an der Berlinale und am Toronto Filmfestival gezeigt.

 

«FACHWERK ALLSCHWIL»

SA 27.10.2018, 20:15

«BENZINE»

Sarra Abidi, 90’, 2017, Tunesien

Salem und Halima sind auf der Suche nach ihrem Sohn, der kurz nach der Revolution in Tunesien illegal nach Italien geflüchtet ist. Die hoffnungslose Suche des Paares ist das Spiegelbild jener Zeit in Tunesien.

Sarra Abidi studierte an der Hochschule für bildende Künste in Tunis und setzte ihre Ausbildung mit einem Master in Dokumentarfilm am Französischen Institut für Zusammenarbeit unter der Leitung von FEMIS fort. Benzine ist ihr erster Spielfilm.

 

«REF. KIRCHGEMEINDEHAUS PRATTELN»

SA 27.10.2018, 20:00

«HAUS OHNE DACH»

Soleen Yusef, 124’, Kurdistan, 2017

Alan, Jan und Liya wollen den letzten Wunsch ihrer Mutter erfüllen und sie in ihrem Heimatdorf beerdigen. Auf der Kurdistan-Odyssee durch grün-braune Landschaften werden sie mit ihrer traditionellen Grossfamilie und vor allem auch mit sich selbst konfrontiert.

Soleen Yusef flüchtete im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie aus politischen Gründen nach Deutschland. Von 2008 an studierte sie an der Filmakademie Baden-Württemberg szenische Regie. Haus ohne Dach ist ihr Debütfilm.

«ربيعة RABIA – DER FRÜHLING»
Filme aus dem Nahen Osten und Nordafrika